Vorwort

Nach der verlorenen Völkerschlacht von Leipzig im Oktober 1813, begann Napoleons Stern zu sinken. Frankreichs Soldaten mussten aus von ihnen besetzten Gebieten abziehen. Im März 1814 marschierten die verbündeten Großmächte Europas in Paris ein und beendeten Napoleons Herrschaft. Im April zwang man ihn zur Abdankung und in die Verbannung nach Elba zu gehen. Den Kaisertitel durfte er behalten.
 Elba wurde offiziell, von den Siegermächten, als sein Besitz an und zuerkannt. Ohne Umwege begann er auf der Insel Reformen durchzuführen, dies sollte ihm aber nicht reichen, er wollte mehr und sein Auge richtete sich wieder gen Frankreich. Dort hatte Ludwig XVIII. die Regentschaft über Frankreich übernommen. Napoleon erführ von der Unzufriedenheit die dort herrschte. Im Wiener Kongress, bei dem verhandelt wurde wie die Zukunft Europas aussehen sollte, herrschte ebenfalls große Unzufriedenheit. Auch tauchten Gerüchte auf, die Siegermächte wollen Napoleon aus „Europa entfernen“. Napoleon nutzte am 1. März 1815 die Gelegenheit mit Hilfe der bonapartistischen Bewegung aufs Festland zu kommen und in Richtung Paris zu marschieren. Nach anfänglicher Skepsis schloss sich ihm, auf dem Marsch zur Hauptstadt, ein Regiment nach dem anderen an.

Marschall Ney wurde von König Ludwig XVIII. beauftragt gefangen zu nehmen, was jedoch misslang. Ney lief zu Napoleon über und Ludwig XVIII. floh aus Paris. Ney wurde dafür im Dezember 1815 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Den Feuerbefehl gab Ney selbst. Bonaparte war wieder der Kaiser der Franzosen und übernahm die Macht. Der Marsch nach Paris wird auch „Adlerflug“ genannt. Der französische Schriftsteller François-René, Vicomte de Chateaubriand, schrieb über die Machtübernahme, dass dieser Marsch eine „Invasion eines Landes durch einen Mann“ sei. Ob Napoleon dies ohne seine Armee, die ihm immer noch zu weiten Teilen treu ergeben war gelungen wäre, kann bezweifelt werden.

Innenpolitisch ging er auf Kuschelkurs. Abschaffung des von Ludwig XVIII. eingeführten Feudalwesens und der Zensur und Einführung der Pressefreiheit. Dies sollte seine frühere Diktatur vergessen machen. Aber das gelang ihm nur Mäßig. Napoleon war ein Eroberer und die europäischen Herrscherhäuser zweifelten nicht daran. Auch seine Versicherung dass er den Frieden von Paris nicht brechen wolle, konnten diese Zweifel nicht legen. Sie erklärten Napoleon auf dem Wiener Kongress als geächtet. Am 25. März erneuerten Großbritannien, Österreich, Russland und Preußen ihr Bündnis. Diesmal sollte es kein Pardon geben.
Beide Seiten rüsteten sich wieder auf, ein erneuter Krieg wurde unausweichlich. Zu Beginn des Belgienfeldzuges marschierten 125.000 Franzosen und 220.000 Alliierte in den Kampf. Quadre-Bras, Liny, Waterloo und Wavre, das sind die Namen des Sommerfeldzuges im Jahr 1815. Nach der Niederlage in Waterloo wurde die Herrschaft der 100 Tage beendet und die napoleonische Ära war endgültig vorbei.

Ludwig XVIII. kehrte zurück. Napoleon wurde nach St. Helena, eine Insel 1800km westlich von Angola, verbannt wo er am 5. Mai 1821 starb. Er sollte nie mehr Europa betreten und die Menschen sollten ihn vergessen. Doch die Spuren die er hinterließ hatten Europa für immer verändert.

 

Quellen:  Wikipedia

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