Gelände mit Fluß

Ich habe mir vom Baumarkt acht 3cm dicke Styrodurplatten, Klettband, Ponal Holzleim, Styroporkleber, Bastelholz, Spachtelmasse für Innen und Außen, Acrylfarbkonzentrat (braune und blaue Farbe) und Klebeband geholt. Da Styrodur durch Lösungsmittel angegriffen wird, empfehle ich nur wasserlösliche Kleber und Farbe zu benutzen. Vom Modellbauladen um die Ecke kaufte ich die Grasmatte. Da die einzige richtig ebene Fläche unser Wohnzimmertisch ist, bekam ich für einen Monat lang die Erlaubniss diesen als Bastelfläche zu nutzen. Ich sagte mir "Carpe Diem" und fing an:

Die Spachtelmasse kann man wunderbar mit der gewünschten Farbe und Wasser anrühren, der Vorteil bei der Prozedur ist, falls mal etwas abplatzt, hat man keine hässlichen weißen Stellen, die überpinselt werden müssen. Leider habe ich das bei meinem Fluß zunächst nicht beachtet. Ist ja auch der erste den ich bastel.

Die Grundfläche des Flusses ist 3mm dickes Bastelholz, an den Rändern habe ich die Flußböschung mit hilfe von Pappe und restlichen geschnitzten Styrodur geklebt, dann mit Spachtelmasse überzogen. Das Wasser selber,
habe ich wieder mit Spachtelmasser geformt (ähnlich wie beim Hügel), dazu ist eine kleine Spachtel (2cm breit) sehr nützlich. So das es nach einem wilden und welligen Fluß aussieht. Wenn ich darauf geachtet hätte die Masse mit blauer Farbe einzufärben, hätte ich mir das spätere blau grundieren erspart. Die Spachtelmasse sollte beim bemalen eher klumpigtrocken sein, sonst glättet sich die ganze Modellierung (z.B. Wellen).

Das Gras habe ich vorher zerrissen und dekorativ auf die Platte gelegt, dann mit Styroporkleber geklebt, leider habe ich es nicht geschafft, das Gras wellenlos anzukleben. Bei der letzten Platte, habe ich die Grasfläche komplett mit meinen dünnen Bastelholzplatte beschwert. Alle meinen dicken Bücher habe ich draufgelegt und die Platte über 24std in Ruhe gelassen. Die Wellen kann man zwar sehen, aber die Matte ist ganz glatt.
Die Schraubzwingen sind sehr nützlich um die Styrodurplatten eben zu halten, allerdings muß man sich mit den weniger schönen Druckstellen im Gras abfinden.

 

 

 

Die Erde für das Grundgelände besteht aus mehreren Lagen Spachtelmasse, diese hatte ich vorher mit brauner Erdfarbe eingefärbt, so das mir Risse in der trocknenten Masse nichts ausmachen. Bei einer Schicht hatte ich auch etwas Holzleim zugegeben um die Masse härter und elastischer zu machen. Die Platten sind nicht steif, deswegen ist die Gefahr immer gegeben, das was abplatzt.

Das Zeug trocknet und zieht die Platte zusammen. Die zweite Platte habe ich mit Schraubzwingen an den ebenen Tisch befestigt. Und siehe da, sie blieb gerade! Das selbe gilt auch für Bastelholz, sobald Spachtelmasse oder ähnliches darauf verteilt wird, wellt es sich. Deswegen habe ich auch hier die Flußteile brav beschwert. Eine Holzplatte ist trotzdem etwas gebogen, das war sie aber schon vorher.
Das nächste Mal achte ich darauf nur absolut ebenes Bastelholz zu kaufen, schon in der Produktion gebogenes bekomme ich auch mit Schraubzwingen nicht gerade.
Am Schluß habe ich jeweils zwei Platten übereinandergelegt, die untere dient der Stütze, das Stysodur biegt sich nicht so leicht durch und die Platte gewinnt an Festigkeit.

Mit meinem schönen roten Klebeband habe ich die Platten an den Kanten umwickelt. Ein kleines stück Klettband an den kurzen Ecken hält die Geländestücke zusammen, es gibt nämlich immer einen General der mit seinen Hüften dranstößt und ein mittelschweres Erdbeben incl. Erdspalten verursacht. Das Klettband hat sich gut bewährt.

 

 

 


So sieht dann eine fertige Tischplatte in der Praxis aus:



Barbara 2006

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