| RPG = RolePlayGame
Man nennt die Spiele auch Pen&Paper-Spiele, das sind Abenteuer in
dem die Spieler in die Handlung eingreifen können. Jeder Spieler
übernimmt eine Charakterrolle, die man sich innerhalb der existierenden
Spielregeln aussuchen darf. Diese Spielercharaktere (SC) versuchen, nun
ja, ich nenne es mal salopp die "Welt zu retten".
Keiner der Charaktere kennt die Geschichte, noch weiß er, was das
eigentliche Ziel ist, mit Ausnahme, dem Spielleiter (SL). Der SL, kennt
die Geschichte, er sorgt dafür, dass es zu Interaktion zwischen der
Spielwelt und den SC kommt. Außerdem achtet er darauf, dass die
Regeln eingehalten werden.
Um es noch einfacher zu sagen: Der Spielleiter ist der Regisseur der
die Charaktere bzw. die Spieler durchs Abenteuer führt. Im Prinzip,
kann ein Rollenspiel wie ein Film ablaufen, der SL fängt die Geschichte
an und die Charaktere bewegen sich innerhalb dieser Welt, aber wie die
Geschichte schlussendlich aufhört, hängt ganz alleine vom Glück
und Geschick der Spieler ab. Und genau das macht dieses Spiel interessant:
Die Spieler können nur als Gruppe gewinnen, es gibt kein alleinigen
Gewinner, hier ist Kommunikation, Phantasie und Teamwork gefragt.
Regeltechnisches
Jeder Spieler benötigt für das Spiel verschiedene Würfel
und ein Blatt auf dem die Eckdaten seines Charakters stehen. Einfache
Aktionen werden wie ein Gespräch abgehandelt. Der Spielleiter beschreibt
eine Situation und der Spieler beschreibt seine Reaktion. So entsteht
eine Geschichte in der nach und nach immer mehr "Geheimnisse"
ans Tageslicht kommen. Dann gibt es speziellere Aktionen, wie z.B. kämpfen,
stehlen, klettern, reiten, Menschenkenntnis usw.
Diese "Fertigkeiten" werden simuliert, niemand muss wirklich
eine Wand hinaufklettern, kämpfen oder gar stehlen. Es sind schließlich
Fertigkeiten die der Charakter kann, aber nicht unbedingt der Spieler
selber. Hier bekommen die Würfel ihre Bedeutung. Diese Fertigkeiten
werden ausgewürfelt. Gelingt der Wurf, hat der Charakter seine Probe
bestanden und der SL beschreibt die nächste Szene und/oder Aktion.
Besteht er die Probe nicht, ist er beim klettern vielleicht auf den Hintern
gefallen oder wurde beim Versuch, einen Apfel von einem Marktstand zu
stehlen erwischt und jetzt ist die Stadtwache hinter ihm her.
Das bedeutet, das man auch in der Fantasywelt bestimmten Regeln wie Gesetze
und Benehmen unterworfen ist, für jede Aktion gibt es eine Reaktion.
Einfach wie ein Rambo rumballern ist ganz schlecht, solche Charaktere
haben eine extrem kurze Lebensdauer. Am besten ist es, die Spieler helfen
sich gegenseitig um die Geschichte und deren Lösung voran zu bringen.
Welten
Das Herz dieser Spiele, sind die Welten in denen sich die Charaktere bewegen.
Sie können in der Vergangenheit, oder auch in der Gegenwart liegen.
Sie können auch eine völlig frei erfundene Spielwelt sein. Gerne
genommen wird die Tolkienwelt von Herr der Ringe, oder die ScienceFiction
Welt von Star Trek. Es gibt keine Grenzen, der eigenen Fantasie kann freien
Lauf gelassen werden.
Der Spielleiter ist die treibende Kraft, er haucht der Welt leben ein,
bevölkert sie, setzt die Regeln fest. Der "rote Faden"
des Abenteuers folgend, gibt er den Spielern mit Artefakten, Gesprächen
und Erzählungen kleine Hinweise. Die Aufgabe der Spieler ist es,
die Rolle ihrer Charaktere so gut es geht, gerecht zu werden, das Abenteuer
glücklich zu beenden und ihre Charaktere möglichst heil durch
die Geschichte zu führen.
Dark Fantasy beschreibt die Welten, in denen der Horror eine große
Rolle spielt. Hier geht es weniger darum den bösen Fürsten zur
Raison zu bringen oder einen Schatz zu bergen, sondern darum, merkwürdige
Geschehnisse zu Untersuchen z.B. H.P. Lovecraft, E.A. Poe, Steven King,
Clive Barker um nur einige zu nennen.
Speziell die fiktive Welt von Lovecrafts „Arkham Cycle“ fasziniert
mich. Arkham ist ein fiktiver Ort in Neuengland in dem immer wieder merkwürdige
Wesen oder Götter dem Menschen begegnen. Meist als Bekenntnis, Brief
oder Tagebuch angelegt, schildern sie mit vielen Vordeutungen, das Einbrechen
des „Mythos“ in das Leben gewöhnlicher Menschen, die
sich mit gezielten Nachforschungen oder Expeditionen auf eine Reise begeben,
die sie besser nicht angetreten wären. Dabei sind die menschlichen
Charaktere diesem übernatürlichen Kräften schutzlos ausgeliefert.
Wenn sie schließlich die Augen gegenüber der Wahrheit nicht
mehr verschließen können verfallen sie dem Wahnsinn.
Lovecraft legt seinen Protagonisten immer wieder das Buch „Necronimicon“
in die Hände. Ein Werk in dem der Mythos beschrieben wird und vornehmlich
von einem verrückten Araber mit Namen Abdul Alhazred verfasst wurde.
Meist genügt schon das lesen dieses Werkes um den neugierigen Leser
in den Wahnsinn zu treiben.
BekannteWerke von Lovecraft:
Schatten über Innsmouth
Cthulhus Ruf
Die Farbe aus dem All
Hier ein paar Links für neugierige
-Call of
Cthulhu
- Rolemaster
-Gurps
-Vampire
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